
Das Fachwerk ist eine sehr alte und traditionsreiche Bauweise, die man besonders in Deutschland noch heute viel antrifft. Im Bergischen Land, hoch im Norden sogar und aber auch im tiefen Süden des Landes. Wer das Projekt Renovierung eines Fachwerkhauses in Angriff nehmen will, muss an viele verschiedene Dinge denken und etliche Punkte dabei berücksichtigen. Denn allein die spezielle Bauweise des Fachwerks erlaubt nur wenig Spielraum für Möglichkeiten, die bei herkömmlichen Baustrukturen normal und gängig wären. Fachwerk ist besonders und eine kleine Herausforderung für jeden, der die Ärmel hochkrempeln und das Haus verändern und eben auch renovieren und sanieren möchte.
Alt und neu – verschiedene Baustile ineinander fließen lassen
Man kann heute durchaus ein altes Fachwerkhaus modern einrichten und aber auch so gestalten, dass beispielsweise moderne Baustile sich nahezu unsichtbar und dennoch erkennbar mit dem alten Traditionsbauwerk vereinen können. Die fließenden Übergänge können dabei so gestaltet werden, dass man beispielsweise von einem Wohnbereich, wie der Küche und dem Wohnzimmer, in den Bereich Schlafzimmer und Kinderzimmer, wie Bäder übergeht. Dabei dann das Bad hochmodern renoviert und auch den Übergang, der dann beispielsweise mit Glaselementen versehen wird und hierzu man auch moderne und zuverlässige Anschweißlaschen nutzen kann. So sieht das ganze sehr edel, modern und dennoch völlig zeitlos aus und diese Optik lässt sich prima mit der der alten Fachwerkbauweise letztlich sehr gut verbinden und verknüpfen.
Bei Renovierungen von Fachwerk-Bauwerken unbedingt beachten:
Die Renovierung dieser Bauweise und Struktur ist mit Vorsicht zu genießen. Denn Fakt ist, dass man unbedingt dabei die traditionelle Bauweise beachten, aber auch definitiv berücksichtigen muss. Nach dem Grundsatz der diffusionoffenen Sanierung muss gehandelt werden. Steht das Bauwerk unter Denkmalschutz, dann erst recht. Denn nur wer dies berücksichtigt, ändert nichts an der Statik und der Technik dieser Bauweise. Dabei wird ausschließlich als Baustoff nach wie vor nur Lehm, Kalk und Holz verwendet. Die Balken aus Holz bilden die tragenden Elemente, die das ganze Haus stabilisieren. Die Öffnungen zwischen den Balken werden dann mit den Naturmaterialien befüllt und verspachtelt. Bei dieser Vorgehensweise ist es wichtig, dass die vorhandene Feuchtigkeit nach außen treten kann. Erst nach der absoluten Trocknung kann man verputzen und streichen. Die Balken werden dabei im traditionellen Schwarz von außen gestrichen und in den Innenräumen auch schon mal naturbelassen. Die Felder zwischen den Balken dann in einem strahlenden Weiß. Steht also die Renovierung eines Fachwerks im Raum, muss man die Naturbaustoffe auf jeden Fall schon im Vorfeld an Bord haben. Auch wenn es sich dabei nur um Ausbesserungen handelt, ist dies die beste Vorgehensweise für die Renovierung selbst. Tipp: Man kann auch zu den Lehmfüllungen trockenes Weizenstroh verwenden. Auch dies findet man immer noch in alten Fachwerkhäusern wieder. Als Dämmung für heiße, wie auch kalte Tage.
Denkmalgeschütze Häuser
Hier muss man sich weit im Vorfeld bei den zuständigen Behörden der Kommune schlau machen, welche baulichen Veränderungen man unter Umständen überhaupt tätigen kann und wenn ja, in welchem Rahmen und unter welchen Vorschriften und Maßnahmen? Viele Fachwerkhäuser stehen heute bewohnt unter Denkmalschutz. Nicht ohne Grund, denn sie gehören zum Kulturgut Deutschlands und sollen hierdurch erhalten bleiben.
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